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Chandel-was? – Was Jesus mit französischen Crêpes zu tun hat

  • alisalomon
  • vor 11 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ich habe tatsächlich festgestellt, dass viele von euch nicht wissen, was die Chandeleur ist. Und ich muss zugeben: Ich wusste es auch nicht, bevor ich nach Frankreich gezogen bin. Anfang Februar gibt es hier nämlich eine kleine, sehr gemütliche Tradition: Es werden ganz viele Crêpes gegessen. Süße und salzige. Aber warum eigentlich?


Die Chandeleur (übersetzt „Lichtmess“) ist ursprünglich ein christliches Fest, genau 40 Tage nach Weihnachten, das seit dem 4. Jahrhundert gefeiert wird. In der Bibel wird erzählt, wie Jesus zu diesem Zeitpunkt im Tempel vorgestellt und von Simeon als „Licht der Welt“ bezeichnet wurde. Früher wurden daher Kerzen gesegnet.


Ziemlich vieles deutet aber darauf hin, dass heidnische Traditionen mit diesem Fest vermischt wurden. Und hier kommen wir genau zum springenden Punkt. Dazu gehören nämlich auch die Crêpes, die mit ihrer goldenen, runden Form wohl an die Sonne erinnern sollten. Ein kleines, essbares Versprechen, dass der Frühling bald zurückkommt. Auch in vielen anderen Kulturen werden um diese Jahreszeit runde oder flache Speisen gebacken – zum Beispiel Pfannkuchen am Shrove Tuesday im Vereinigtes Königreich oder Blini zum Maslenitsa-Fest in Russland, beides Feste im späten Winter, die genauso wie hier die Rückkehr von Licht und Sonne feiern.


Die deutsche Entsprechung ist übrigens Mariä Lichtmess. Dort hat der Tag keine kulinarische Tradition – sehr schade, wie ich finde. Ich liebe nämlich Crêpes, sowohl die salzigen als auch die süßen. In meinem nächsten Beitrag gebe ich euch mein Super-Top-Rezept dazu!

 
 
 

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